Adenoidektomie
Die Rachenmandel (Polyp) ist ein Gewebe, das sich zwischen Nase und Rachen befindet und eine Struktur aufweist, die einer Weintraube ähnelt. Die Aufgabe der Rachenmandel besteht darin, Mikroben, Viren, Bakterien usw., die durch die Nase eindringen können, abzufangen und Antikörper zu produzieren, die dem Körper helfen, gegen solche Mikroben zu kämpfen. Bei häufig wiederkehrenden Entzündungen der Rachenmandel wird in der Regel eine Operation empfohlen. Nachdem die Rachenmandel entfernt wurde, endet auch die Phase des häufigen Krankwerdens. Denn die Rachenmandel ist nicht das einzige Gewebe im Körper, das diese Aufgabe übernimmt. Da auch andere Gewebe wie die Rachenmandel gegen Mikroben kämpfen, führt die Entfernung der Rachenmandel zu keiner negativen Situation.
Wie erkennt man eine entzündete Rachenmandel?
Eine vergrößerte und entzündete Rachenmandel äußert sich durch bestimmte Symptome. Wir können diese Symptome wie folgt auflisten:
- Ständige Mundatmung
- Schwierigkeiten bei der Nasenatmung
- Schnarchen im Schlaf
- Nasales Sprechen, als ob die Nase verstopft wäre
- Anhalten des Atems für einige Sekunden oder länger während des Schlafs, bekannt als Schlafapnoe
Wenn bei einem Kind eine oder mehrere dieser oder ähnlicher Beschwerden vorliegen, ist es auf jeden Fall ratsam, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) aufzusuchen.
Wie wird eine Rachenmandel-OP durchgeführt?
Die Rachenmandeloperation, auch Adenotomie genannt, ist ein Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird. Da das Kind vollständig schläft, wird es die Operation nicht einmal bemerken. Dieser Eingriff ist in durchschnittlich 15-20 Minuten abgeschlossen. Während der Operation wird kein Hautschnitt vorgenommen. Lediglich durch den Beatmungsschlauch, der während der Narkose in den Mund eingeführt wird, wird der weiche Gaumen gedehnt, um den Nasenrachenraum sichtbar zu machen, was nach der Operation zu Schmerzen für etwa 10 Tage führen kann.
Bei der Operation wird ein automatischer Retraktor eingesetzt, der die oberen und unteren Zähne voneinander trennt. Dabei wird sorgfältig geprüft, ob keine Spalten im Mund-, Gaumen- oder Lippenbereich vorhanden sind. Das Weichgewebe wird mit Hilfe einer Sonde nach vorne angehoben. Die Rachenmandel wird mit Instrumenten, den sogenannten Adenotomen, ausgeschabt. Während dieses Vorgangs muss jedoch darauf geachtet werden, die Öffnungen der Eustachischen Röhre nicht zu verletzen. Nachdem das Ausschaben beendet ist, wird überprüft, ob es zu Blutungen kommt. Damit ist die Operation abgeschlossen.
Birgt eine Rachenmandel-OP Risiken?
Obwohl das Risikofaktor nach einer Rachenmandeloperation sehr gering ist, können einige Komplikationen auftreten. Zum Beispiel Blutungen. Nachblutungen können nach der Operation auftreten, wenn auch selten. Diese Situation kann mit einem einfachen Eingriff behoben werden. Bei erwachsenen Patienten treten Blutungen häufiger auf als bei Kindern. Eine weitere mögliche Komplikation ist eine Mittelohrentzündung. Diese Situation kann entstehen, wenn eine Infektion, die in dem Bereich auftritt, in dem sich die Rachenmandel befindet, über die Eustachische Röhre ins Ohr gelangt. Dies ist jedoch recht selten.
Die Entstehung einer Verengung im Nasenrachenraum kann sich durch übermäßige Schleimhautschäden äußern. Wenn der Patient eine Infektion hat und eine Rachenmandeloperation durchgeführt wird, kann diese Situation auftreten. Auch dies ist ein sehr seltenes Ereignis. Als Folge einer Komplikation, bei der sich der Abstand zwischen Nasenrachenraum und weichem Gaumen nach Entfernung der Rachenmandel zu stark vergrößert, kann Luft in die Nase entweichen. Ein solch kleines Risiko besteht, wenn auch selten. Darüber hinaus kann aufgrund von Schmerzen im Gaumen nach einer Rachenmandel- oder Mandeloperation, die zu einer Bewegungseinschränkung führen, und weil die Gaumenmuskeln für eine gewisse Zeit nicht genutzt werden, vorübergehend Luft durch die Nase entweichen. Dieser Zustand normalisiert sich in der Regel innerhalb von Wochen von selbst. Jedoch ist die Rachenmandeloperation in den allermeisten Fällen ein reibungslos verlaufender Eingriff.
Wie verläuft der postoperative Prozess nach einer Rachenmandel-OP?
Da die Rachenmandeloperation unter Vollnarkose durchgeführt wird, sollte in den ersten 4 Stunden nach der Operation keine Nahrungsaufnahme über den Mund erfolgen. In den ersten Tagen nach der Operation sollten keine harten und sehr heißen Speisen verzehrt werden. Bevorzugt sollten flüssigere Speisen eingenommen werden, wie z.B. Suppe, Eiscreme, Milchbrei, Milch, Pudding und Fruchtsäfte. Wegen kleiner Blutungen im Nasenrachenraum können einige Tropfen Blut aus den Nasenlöchern austreten. Das ist natürlich. Wenn jedoch übermäßig viel Blut aus Mund oder Nase austritt, sollte unbedingt ein Facharzt aufgesucht werden. Nach der Operation kann der Arzt bei Bedarf Antibiotika verschreiben. Wenn nach der Operation Schmerzen auftreten, sollten klassische Schmerzmittel verwendet werden.
Um Krustenbildung und Bakterienwachstum nach der Operation zu verhindern, ist die Verwendung von Meerwasserspray (Salzwasser) vorteilhaft. Dies wird auch den Heilungsprozess beschleunigen. Wenn kein Meerwasser verwendet wird, können nach der Operation Gerüche aus Nase und Mund des Patienten wahrgenommen werden. Insbesondere ein postoperativer Geruch aufgrund von Radiofrequenz, die während der Operation zur Blutungskontrolle eingesetzt wird, kann nach einigen Tagen auftreten. Dieser Zustand ist jedoch vorübergehend und birgt keine Gefahr. Wenn der Mundgeruch nach der ersten Woche von Tag zu Tag zunimmt, sollte unbedingt der operierende Arzt konsultiert werden.


