Verkalkung des Ohrs
Die sogenannte Ohrverkalkung ist ein allgemeiner Begriff für Verkalkungen im Mittel- oder Innenohr. Dabei werden zwei unterschiedliche Erkrankungen beschrieben: Otosklerose und Tympanosklerose. Diese sollten nicht verwechselt werden, da Ursachen, Lokalisation und Pathologie unterschiedlich sind.
Otosklerose ist eine strukturelle Verkalkung des Innenohrknochens (otische Kapsel). Tympanosklerose hingegen ist eine reaktive Verkalkung im subepithelialen Gewebe und tritt häufig nach Infektionen oder Operationen auf.
Wie verläuft die Verkalkung?
Otosklerose verläuft in zwei Phasen: Otospongiose und Otosklerose. Zunächst kommt es zum Knochenabbau, später zur Neubildung von hartem Knochengewebe.
Symptome der Otosklerose
Das wichtigste Symptom ist Hörverlust. Häufig tritt auch Tinnitus auf. Frauen sind häufiger betroffen, insbesondere während der Schwangerschaft.
Operativer Ablauf
Die Operation erfolgt durch Stapedotomie oder Stapedektomie. Ziel ist die Wiederherstellung der Schallleitung.
Chirurgische Schritte
Bei der Stapedotomie wird ein Teil des Steigbügels entfernt und eine Prothese eingesetzt. Bei der Stapedektomie wird die Basis vollständig entfernt.
Nach der Operation
Patienten bleiben meist eine Nacht im Krankenhaus. Schwindel kann auftreten. Nach einigen Wochen verbessert sich das Hörvermögen deutlich.
Die Operation verbessert die Lebensqualität erheblich.


